Marlies Hopf, Leiterin des Energiesparprojektes bei der VZB beantwortet wichtige Fragen rund um Haushaltsgeräte und Stromverbrauch.

Lohnt sich der Kauf einer neuen Waschmaschine wirklich?

Marlies Hopf: „Speziell bei Waschmaschinen, Trocknern und Kühlschränken lassen sich mit einem Neugerät bis zu 80 Euro jährlich sparen. Ein Dreipersonenhaushalt kann mit effizienten Haushaltsgeräten seine Stromkosten um ein Drittel senken. Darüber hinaus schont die neue Technik nicht nur den Geldbeutel, sondern schützt auch das Klima und steigert den Komfort. Zur Orientierung können Verbraucher den Stromverbrauch des Altgerätes mit dem eines neuen vergleichen. Um Stromfressern auf die Schliche zu kommen, verleiht die Verbraucherzentrale auch Strommessgeräte.“

Ist mein Stromverbrauch zu hoch?

Marlies Hopf: „Der Stromverbrauch wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Wesentlich sind das Nutzerverhalten und die Ausstattung der Haushalte. So verbrauchen zum Beispiel Wasserbetten, Pumpen und Lüfter, aber auch IT-Geräte viel Strom. Je größer der Haushalt ist, auf desto mehr Personen verteilen sich die Kosten. Zudem ist entscheidend, ob das Warmwasser elektrisch erwärmt wird oder mit Hilfe anderer Energiequellen. Einen guten Anhaltspunkt, den eigenen Stromverbrauch einzuschätzen, bietet der Stromspiegel.“

Wie finde ich das richtige Haushaltsgerät für mich?

Marlies Hopf: „Wer ein neues Gerät kauft, sollte unbedingt auf den Energieverbrauch achten. Trotz aller Kritik bieten die Energie-Label eine Orientierungshilfe, um die Energieeffizienz von Haushaltsgeräten miteinander zu vergleichen. Unterschieden werden die Energieeffizienzklassen A+++ bis G, wobei A+++ für die sparsamsten Geräte steht.

Zu beachten ist, dass je nach Gerätetyp nur die Klasse A +++ zu empfehlen ist. So dürfen bei Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen und Geschirrspülern nur noch die drei besten Klassen A+, A++ und A+++ in den Handel gebracht werden. Nur sie erfüllen die Mindestanforderungen für Energieeffizienz der europäischen Ökodesign-Verordnungen. Selbst in diesem Bereich variieren die Stromverbräuche enorm. So verbraucht ein Kühlschrank A++ 50 Prozent mehr Strom als ein Kühlschrank mit A+++!“

Der Stromverbrauch ist natürlich nicht das einzige Kriterium beim Neukauf einer Waschmaschine. Die Energieberater der Verbraucherzentrale geben konkrete Hinweise zur richtigen Wahl beim Kauf von elektronischen Haushaltsgeräten.

Die Energieberatung findet an jedem ersten Donnerstag im Monat von 14:00 bis 18:00 Uhr im Beratungsstützpunkt Beeskow, Mauerstraße 28 (Bibliothek) statt. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich unter 0331-98 22 999 5 (Mo.-Fr. 09-18 Uhr) oder in jeder verbraucherberatungsstelle.

gefördert durch:

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

 

Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel rund um Beeskow

Die Auswirkungen der Erderwärmung und des Klimawandels sind bereits in unserer Region angekommen. Gerade im Bereich der Landwirtschaft haben beispielsweise Ereignisse wie Trockenzeiten Anfang oder Mitte des Jahres dazu geführt, dass die Landwirte ihre Fruchtfolgen teilweise umgestellt haben. Weiterhin wurden auch Pflanzen und Gräser auf den Weideflächen ausgesät, welche mit der Trockenheit besser klar kommen und die Tiere auch im Sommer ernähren können. Im Rahmen der Anpassung an den Klimawandel wird derzeit rund um Beeskow an einem Projekt gearbeitet, welches sich mit der Bewertung von Agrar- und Umwelt-Maßnahmen (kurz B.A.U.M.) beschäftigt. Hierbei soll untersucht werden, welche globalen Vorgänge und großräumigen Wetterlagen zu Starkregen oder Trockenperioden führen. Weiterhin wird untersucht, wie sich diese Ereignisse mit der Zeit ändern und ob sie in den nächsten 10 Jahren häufiger auftreten. In dem Projekt wird außerdem analysiert, welche Maßnahmen hinsichtlich des Wasser- und Nährstoffrückhalts durchgeführt werden und ob diese bei den zukünftigen Ereignissen wirksam sind. Weiterhin wird mit den Landwirten und Verwaltungen besprochen, welchen Informationsbedarf diese hinsichtlich der Anpassung an den Klimawandel haben.

Das Projekt wird vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Association of Senior Water Experts (ASWEX) durchgeführt und betrachtet neben der Region rund um Beeskow parallel auch noch eine Region im Havelland. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt B.A.U.M sowie der Zugang zur Online-Umfrage unter Landwirten sind im anliegenden Flyer ersichtlich.

 

Download: Flyer BAUM

 

Nahwärmenetz für Friedland

Am Rande der Stadt Friedland befindet sich eine bisher ungenutzte Wärmequelle aus einer Biogasanlage. In Kooperation mit dem Betreiber der Biogasanlage, der Stadt Friedland und der Naturstrom AG wurde geprüft, ob diese ungenutzte Wärme für eine Versorgung der Stadt Friedland geeignet ist und festgestellt, dass ein Nahwärmenetz sowohl technisch als auch wirtschaftlich darstellbar ist. Hierzu gab es 08.10.2015 eine erste Veranstaltung in der Burg Friedland. Die zweite Veranstaltung fand am 01.12.2015 statt und war sehr gut besucht. Es gab einige Fragen zur Realisierung des Projektes, welche direkt geklärt werden konnten. Um herauszufinden, welche Friedländer Einwohner/innen ein Interesse haben sich an das Netz anzuschließen, wurden Fragebögen ausgegeben. Im 1. Quartal 2016 wird es die nächste Veranstaltung zur weiteren Netzplanung geben.