EFRE

Nachhaltige Stadtentwicklung Förderung von KMU

Mit dem Zuschuss Nachhaltige Stadtentwicklung fördert die ILB kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Land Brandenburg gemäß der Richtlinie des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft.

Fördernehmer kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Betriebsstätte im Land Brandenburg
Förderthemen Errichtung, Erwerb, Erweiterung, Modernisierung, Ausstattung von Geschäftsräumen in Innenstadtlagen
Förderart Zuschuss
Fördergeber Land Brandenburg, Richtlinie des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg zur nachhaltigen Stadtentwicklung vom 14. Juni 2010
Mittelherkunft Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Ziel des Programms

 

Das Ziel des Programms ist die Vergabe von Zuwendungen für Maßnahmen zur nachhaltigen Stadtentwicklung.

Aktuelles

Breite Verteilung der zur Verfügung stehenden Fördermittel

 

Damit möglichst viele Unternehmen in Brandenburg ihre Vorhaben mit Unterstützung dieser Förderung durchführen können, kann die ILB leider nicht mehr als 2 Bewilligungen aus dieser Richtlinie gewähren. Dies ist notwendig, da die Nachfrage in diesem Programm sehr groß ist und nur begrenzte Mitteln zur Verfügung stehenden.

Wer, was und wie wird gefördert

Wer wird gefördert?

 

Die ILB unterstützt mit dem Förderprogramm Nachhaltige Stadtentwicklung kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus den Städten.

Weitere Bedingungen sind:

  • dass die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus den folgenden Bereichen stammen:
    • Einzelhandel
    • Gastronomie
    • Handwerk
    • sonstige Dienstleistungen
    • Fuhrunternehmen, mit Ausnahme der Finanzierung von Kraftfahrzeugen
  • dass die Betriebsstätte innerhalb des Stadtgebietes liegt
  • dass kein Förderausschluss vorliegt
  • dass eine positive Förderstellungnahme der Stadt vorliegt
  • dass eine Zusicherung des kommunalen Mitleistungsanteils der Stadt von 5 Prozent vorliegt.

Was wird gefördert?

 

Mit dem Förderprogramm finanziert die ILB:

  • Investitionen in Betriebsstätten
  • Investitionen in die Ausstattung von Betrieben oder zur Einführung neuer Technologien
  • Investitionen zur Vorbereitung von Unternehmensansiedlungen
  • betriebliche Vermarktungs- und Standortstrategien
  • City- und Geschäftsstraßenmanagement
  • spezifische Unterstützungsmaßnahmen zur Inhabernachfolge
  • Maßnahmen zur Integration Behinderter
  • Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Mit dem Förderprogramm nachhaltige Stadtentwicklung können Sie folgende Investitionen finanzieren:

  • Anschaffungs- und Herstellungskosten für steuerlich abzugsfähige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens
  • Anschaffung, Miete und Pacht von immateriellen Wirtschaftsgütern
  • Vorbereitung für investive Maßnahmen
  • Ausgaben im Zusammenhang mit einer nicht investiven Maßnahme.

Wer oder was wird nicht gefördert?

 

Mit dem Förderprogramm können folgende Investitionen nicht ermöglicht werden:

  • Kosten für den Grundstücks- und Immobilienerwerb,
    • außer beim Erwerb einer stillgelegten beziehungsweise von der Stilllegung betroffenen Betriebsstätte
    • außer wenn der Erwerb maßnahmebedingt unvermeidbar ist
  • Anschaffungskosten für Kraftfahrzeuge
  • Kosten für gebrauchte Wirtschaftsgüter, wenn es sich nicht um den Erwerb einer stillgelegten Betriebsstätte handelt
  • Kosten für den allgemeinen Betriebsmittelbedarf, Warenlager, Unternehmens- und Steuerberater sowie Rechtsberatungskosten, Finanzierungskosten, Miet- und Leasingkosten, Kosten für Schulungen
  • sonstige Kosten, die nicht zugeordnet werden können und nicht prüfbar sind, wie zum Beispiel Benzinkosten.

Gemäß der Richtlinie nachhaltige Stadtentwicklung sind keine Vereine förderfähig.

Wie wird gefördert?

 

Die ILB fördert Sie in Form eines Zuschusses als „De-minimis"-Beihilfe. Dies erfordert die Einhaltung bestimmter EU-Anforderungen.

Die Zuwendungshöhe des Grundfördersatzes liegt bei 35 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die ILB erhöht den Grundfördersatz durch Festbeträge, wenn Sie neue Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplätze schaffen, wie folgt:

  • um 5.000 EUR für die Schaffung eines allgemeinen Arbeitsplatzes
  • um 6.000 EUR für die Schaffung eines Frauenarbeitsplatzes
  • um 8.000 EUR für die Schaffung eines Ausbildungsplatzes.

Der Höchstförderatz liegt bei 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 200.000 EUR. Bei Bewilligung einer „De-minimis“ Beihilfe für Unternehmen im Straßentransportsektor liegt die Zuwendungshöhe bei maximal 100.000 EUR.

Die Bagatellgrenze liegt bei 1.000 EUR.

Antragsverfahren

Wie ist das Antragsverfahren?

 

Die Anträge zum Förderprogramm Nachhaltige Stadtentwicklung sind nach der vorherigen Abstimmung mit der Kommune bei der ILB einzureichen. Die Antragsformulare erhalten Sie bei der ILB.

Geltungsdauer

 

Die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2013.

Wer erteilt weitere Auskünfte?

 

Mitarbeiter der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), des Landesamtes für Bauen und Verkehr (LBV) oder des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) des Landes Brandenburg helfen Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen.

Ihre Ansprechpartner bei der ILB erreichen Sie über das Infotelefon Wirtschaft und Infrastruktur 0331 660-2211.

Was ist noch zu beachten

 

Ab März 2012 können Antragsteller, die bereits 2 Bewilligungen aus der Nachhaltigen Stadtentwicklung erhalten haben, keinen weiteren Antrag in dieser Richtlinie mehr stellen. Wegen der sehr großen Nachfrage in diesem Programm und den nur begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln soll dadurch erreicht werden, dass eine möglichst große Anzahl von Unternehmen ihre Vorhaben mit Unterstützung dieser Förderung durchführen können.

Die ILB kann keine Vorhaben mit Fördermitteln begleiten, mit denen vor Erhalt des Zuwendungsbescheides von der ILB begonnen worden ist. Ausnahmen bedürfen der schriftlichen Zustimmung der ILB.

Wenn Sie über das Förderprogramm Nachhaltige Stadtentwicklung unterstützt werden, dürfen Sie für denselben Zuwendungszweck keine anderen öffentlichen beziehungsweise beihilferelevanten Mittel der EU, des Bundes oder Landes verwenden. Davon ausgenommen ist die Finanzierung über eine Investitionszulage oder die Nutzung beihilfefreier Produkte von anderen Förderinstituten.

Als Antragsteller müssen Sie folgende Aspekte beachten:

  • Sie müssen mindestens 25 Prozent, beihilfefrei, selbst zur Finanzierung Ihrer Maßnahmen beitragen
  • Ihre geförderte Betriebsstätte muss mindestens 5 Jahre nach Abschluss der Maßnahme weiter betrieben werden
  • Ihre geförderten Wirtschaftsgüter müssen mindestens 5 Jahre im geförderten Unternehmen bleiben
  • die im Rahmen der Förderung berücksichtigten Arbeitsplätze müssen für den Zeitraum von 2 Jahren besetzt werden
  • Ausbildungsverhältnisse müssen bis zur Abschlussprüfung fortgeführt werden.

 

 

Informationsflyer (PDF)

Flyer KMU 2012

 

 

Ausführliche Informationen zur KMU-Förderung im Internet:

ILB – Nachhaltige Stadtentwicklung (KMU)